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Kinder, wie die Zeit vergeht! So wollte ich doch eigentlich nicht nur aus Kalifornien nochmal ein letztes Update gesendet haben, sondern auch allen von euch, die hier fleißig mitgelesen haben, pünktlich frohe Weihnachten wünschen. Nun ist es passiert, ich habe weder das eine noch das andere geschafft, stattdessen sind die letzten Tage der Reise nur so verflogen und auch seit meiner Ankunft in Deutschland sind schon wieder ein paar Tage vergangen, ohne dass ich hier ein Lebenszeichen von mir gegeben habe. Schande über mich…!
Es war aber auch so viel zu tun: Die letzten Flüge und Zeitzonenwechsel mussten verkraftet, verlorenes Gepäck wiederbeschafft, alle Einkäufe in selbiges verpackt, jede Minute genossen, jeder Eindruck festgehalten, der Schnee in der kalifornischen Wüste verarbeitet werden und und und… Und schneller als ich gucken konnte saß ich dann schon im Flieger nach Hause (netterweise von British Airways in die wirklich sehr angenehme Economy Plus Klasse upgegradet
).
In Berlin-Tegel gelandet hab ich dann nochmal ordentlich am Zoll geschwitzt, puh, aber meinem unschuldigen Gesicht hat dann auch der Zoll geglaubt so dass ich OHNE Gepäckkontrollen und Strafanzeigen wegen Steuerhinterziehung (!) unbestraft von dannen ziehen und in die Arme meiner Lieben fallen konnte…
Und da bin ich nun, zurück in der Heimat nach 6 Wochen Abenteuer. Schön wars!!! Und spannend, nie langweilig, aufregend und doch auch ein kleines bisschen erholsam
Schwer diese Eindrücke alle in Worte zu fassen… Aber ihr habt ja mit mit gemeinsam vieles davon erlebt.
Es war nicht ganz leicht sich in den letzten 6 Tagen wieder hier zurechtzufinden, Jetlag und Schlafentzug haben dazu beigetragen dass ich einige Tage gebraucht habe um wieder wirklich “anzukommen” aber nun ist das Gröbste geschafft und mein Schlafrhythmus pendelt sich allmählich ein. Daher möge mir bitte auch verziehen sein dass ich mit Weihnachtsgrüßen dieses Jahr sparsam war (für alle Grüße und guten Wünsche die mich erreicht haben sei natürlich herzlichst gedankt!). Nun freue ich mich auf ein paar weitere ruhige Tage und einen entspannten Start ins neue Jahr, in dem ich hoffentlich viele von euch bald wiedersehen werde.
Es hat mir großen Spaß gemacht für euch zu schreiben und meine Reise hier zu dokumentieren, und wenn ich von meinen 4.000 (!) Bildern erstmal eine kleine aber feine Auswahl getroffen habe, dann werdet ihr auch noch optische Eindrücke serviert bekommen. Und an alle meine Berliner Freunde, Kollegen und Bekannten: ich bin ab Anfang Januar buchbar für Treffen und Fotoabende :-)
Bis dahin genießt die Feiertage und habt einen guten Rutsch in ein hoffentlich weniger krisengeschütteltes 2009 als es im Moment angekündigt wird! Passt auf euch auf!
Bis bald,
Eure Katja
… sende ich euch vom Flughafen Auckland, wo ich auf meinen (leider etwas verspaeteten) Flug nach LA warte.
Kia Ora ist eine der traditionellen Begrüßungen der Maori, der fruehen Besiedler der neuseelaendischen Inseln, und man wird auch heute noch hier im Land an sehr vielen Orten so gegruesst. Die Maori leben bis heute im Land und machen etwa knapp 15 % der neuseeländischen Bevölkerung aus. Anders als die australischen Aborigines, die am Rande der Gesellschaft leben, sind die Maoris in Neuseeland deutlich integrierter und ihre Kultur hat in den letzten Jahrzehnten sogar einen Aufschwung verzeichnet. So findet man auch ueberall im Land Zeichen maorischer Kultur, v.a. im Sinne typischer Holz- und Schnitzarbeiten, und kann Maori-Doerfer besuchen und an Konzerten und Festmahlen (Hangis) teilnehmen. Sehr unterhaltsam aus europaeischer Sicht ist auch der Haka, der Kriegstanz der Maoris, der bis heute vor grossen Sportveranstaltungen zur Abschreckung der gegnerischen Mannschaften aufgefuehrt wird. So sind die All Blacks, die neuseeländische Rugby-Union-Nationalmannschaft, beruehmt fuer ihre Interpretation des Hakas. Wenn ihr die Chance habt euch mal einen Rugby Union Spiel im Fernsehen anzusehen koennt ihr dies miterleben.
Es gaebe noch so viel mehr was ich von hier berichten koennte, so habe ich bisher auch gar nicht ueber die geographischen Besonderheiten oder Flora und Fauna Neuseelands geschrieben, aber leider ist meine Zeit hier tatsaechlich zuende. Es waren 4 wirklich schoene Wochen, die ich nicht vergessen werde! Dieses Land ist ein wirkliches Naturwunder, und wenn man alle Landschaften, die unsere schoene Erde so zu bieten hat, mal innerhalb weniger Wochen ansehen moechte, dann bietet sich Neuseeland dafuer an. So steige ich jetzt auch mit einem lachenden und einem weinenden Auge in meinen Flieger – lachend weil ich mich auf eine Woche Kalifornien freue, weinend weil jede schoene Zeit ein Ende hat und man diesem leider nicht entkommen kann…
In diesem Sinne, geniesst den Tag!
“California, here I come!”
Eure Katja
Ich sehe gerade in der Blog-Statistik (was es nicht alles gibt…) dass mein Blog schon 1.929 Mal aufgerufen wurde. Huuuch!!! Das beeindruckt mich ja jetzt doch etwas! Ich bin so von 20-30 Leuten ausgegangen die immer mal hier vorbei schauen – aber wer seid ihr denn alle die ihr da mitlest? Kennen wir uns?
Und naechste Frage, unterhalte ich euch auch gut? Nicht dass ich meine werte Leserschaft langweile, jetzt wo ich weiss dass sie nicht gerade ganz klein ist. Das setzt ja gleich erstmal eine ganz neue Erwartungshaltung, und das wo ich nur noch 10 Reisetage uebrig habe… Ja, ihr habt richtig gehoert, in 1.5 Wochen sind die 6 Wochen schon wieder rum, kaum zu fassen oder?!
Ich habe mittlerweile auch meine leider letzte Station in Neuseeland erreicht: Christchurch, eine ganz niedliche Stadt mit ca. 340.000 Einwohnern (und damit immerhin die drittgroesste in NZ), in der man sich permanent an England erinnert fuehlt. Architektonisch sind die britischen Eroberer hier nach wie vor sehr praesent. Leider hat mich hier auch das schlechte Wetter wiedergefunden, dabei dachte ich dass ich es am Franz Josef Gletscher letzte Woche endgueltig abhaengen konnte, aber nein, hier ist der Regen leider wieder mit mir. Aber ich lasse mir die Laune nicht vermiesen, sondern goenne mir heute und morgen nochmal schoene Erlebnisse mit einem Dolphin Cruise und einer Whale Watching Tour (nebenbei ein Hoch auf meine schicke neue CANON 1000D Spiegelreflexkamera, die mir ganz viel Freude bereitet und auf diesen beiden Touren noch einmal richtig gluehen wird), bevor es Donnerstag zurueck nach Auckland geht, fuer eine allerletzte Nacht in Mittelerde.
Freitagabend sitze ich dann im Flieger nach LA und bekomme einen Tag geschenkt, da ich die Datumsgrenze ueberqueren und am gleichen Freitagvormittag in LA landen werde. Dort goenne ich mir fuer die Fahrt nach San Diego einen Mietwagen, da man dort auf der richtigen Seite der Strasse faehrt
Ausserdem muss ich die Einkaufstueten, die ich in den Malls unterwegs fuellen werde, ja auch irgendwie abtransportieren
Aber vorher gibts noch einen letzten Bericht aus NZ und Fotos, vorauss. am Donnerstag…
So long,
eure Katja
Im Zentrum von Mittelerde steht in J.R.R. Tolkiens “Herr der Ringe”-Saga das Auenland der Hobbits – im englischen Original “Hobbiton”. Und eben jenem Hobbiton habe ich auf meiner Reise einen kleinen Besuch abgestattet. Hobbiton befindet sich auf dem wunderschoenen, huegeligen Privatgelaende der Farmerfamilie Alexander in der Naehe der Stadt Matamata auf der Nordinsel Neuseelands (in der Naehe von Rotorua, fuer die die schon mal da waren).
Die Alexanders muessen nicht schlecht geguckt haben als der Regisseur Peter Jackson irgendwann bei ihnen vor der Tuer stand und angefragt hat, ob er auf dem Gelaende mal eben das Filmset fuer die Verfilmung der ”Herr der Ringe” Trilogie aufbauen duerfe. Jackson hatte die Farm bei einem Rundflug ueber die Insel entdeckt und fuer ihn stand fest dass Hobbiton dort und nirgends anders realisiert werden muesse. Diese huegelige Landschaft laedt aber auch wirklich dazu ein, wenn man dort lang laeuft fuehlt man sich in eine andere Zeit versetzt, so friedlich ist es. Das einzige was man rundherum sieht sind gruene Huegel, Wiesen und Schafe, Schafe, Schafe
Am Ende wurde man sich ueber die Bedingungen einig, die Crew hat 9 Monate lang in muehevoller Kleinarbeit das Hobbiton Set aufgebaut – jede Kleinigkeit musste stimmen um die ganzen Tolkien “Fanatiker” zufriedenzustellen, so wurden u.a. Blaetter englischer Eichen importiert und an neuseelaendischen Baeumen befestigt… - 3 Monate lang wurde dann gedreht und einige Reste des Sets sind bis heute im Rahmen einer ”Herr der Ringe” Movie Tour zu bewundern.
Dies ist aber nur eine von vielen Touren die man in Neuseeland zum Thema “Herr der Ringe” machen kann - was damit zu tun hat, dass es ganz viele Orte gibt, an denen gedreht wurde, diese auf beiden Inseln verstreut liegen (und die Kiwis nebenbei auch ganz gerne das Geld der Touristen bekommen moechten
).
Peter Jackson ist selbst Neuseelaender und weiss die Landschaft seiner Heimat offensichtlich sehr zu schaetzen, und so werden auch die Dreharbeiten fuer “Der Hobbit” in Neuseeland stattfinden (ab Ende 2009). Ueberhaupt scheinen hier staendig irgendwelche Filme gedreht zu werden, von “Willow” ueber “Der letzte Samurai” und “X-Men” bis zu den ”Chroniken von Narnia”, wie mir ganz stolz erzaehlt wurde.
Wenn man hier herumreist fuehlt man sich eigentlich auch staendig an die “Herr der Ringe” Filme erinnert, die ganze Landschaft und vor allen die Berge sind dermassen praesent. Besonders viele Szenen wurden im Raum um Queenstown herum gedreht, wo ich mich im Moment befinde. Wenn man hier eine Tour mitmacht, wird man alternativ mit Bus, Pferd oder Jeep durch die tolle Landschaftskulisse kutschiert und es werden einem die ganzen Gegenden gezeigt und erklaert wo was gedreht wurde. Sehr spannend! Ich weiss dass ich definitiv die drei Filme wieder einmal ansehen werde wenn ich zurueck in Deutschland bin, und mich dann sicher freuen werde was ich alles wieder erkenne :-)
Auf den Bildern sehr ihr u.a. Hobbiton (bzw. das was davon noch steht), das Flusstal in dem im Film Isengard steht, den Wald Llothloriens und einen Teil der Berge Mordors (die in Wirkleichkeit gar nicht bedrohlich sondern ganz phantastisch aussehen) - erkennt ihr es?
Und das ist auch hier in Neuseeland der Fall, allerdings wenn man hier reist ist es vor allem der Fall dass die Zeit RELATIV schnell vergeht. Ich bin jetzt schon 4 Wochen unterwegs und kann kaum glauben wo diese Tage und Wochen geblieben sind… Mein ungefaehrer Tagesablauf sieht im Moment so aus:
- zwischen 6 und 7 Uhr aufstehen um einen der Reisebusse zu erwischen die einen zur naechsten Stadt bringen
- im Bus die Mitreisenden begruessen die man schon von den Tagen davor kennt
- dann bloss keine Minute die Augen zumachen weil man ja nix von der phaenomenalen Landschaft verpassen will
- gegen Nachmittag/fruehen Abend in einer neuen Stadt ankommen
- in einem neuen Hostel einchecken
- die neuen Mitbewohner kennenlernen oder alternativ wie im Bus die “alten” Bekannten begruessen
- in der Kueche bei einem Tee sitzen und typische Backpacker Gesprache fuehren (wie heisst du? woher kommst du? wielange reist du? wo warst du schon? wo willst du noch hin?…)
- irgendwann die Sachen fuer den naechsten Tag vorbereiten
- schlafen gehen
- zwischen 6 und 7 Uhr aufstehen um an einer Tour / gefuehrtem Walk / anderer Aktivitaet teilzunehmen oder Sightseeing zu betreiben
- alternativ bei Regen in der Kueche sitzen und lustige Trinkspielchen spielen (so passiert gestern als wir wegen Regen und Ueberflutung leider nicht auf den Franz Josef Glacier konnten, in dem Bergdoerfchen aber auch pro Tag nur ein Bus in die naechste Stadt fuhr und der schon weg war…)
- irgendwann wieder im Hostel ankommen
- den Abend so wie den Abend davor verbringen oder alternativ in die Stadt oder essen oder ins Internetcafe gehen (oder alles dreies)
- die Sachen fuer die Weiterreise packen
- schlafen gehen
- zwischen 6 und 7 Uhr aufstehen um einen der Reisebusse zu erwischen die einen zur naechsten Stadt bringen (jetzt koennt ihr wieder oben weiterlesen)
Nun bin ich ja auch nicht so weit weggeflogen um auszuschlafen oder mir die Zeit am Strand zu vertreiben, aber es ist schon etwas extrem wie viel man versucht in diese Tage und Wochen zu “quetschen” und wie man regelrecht erschlagen wird von den ganzen Eindruecken die auf einen einprallen. Erholungsurlaub ist anders! Aber ich will mich auf keinen Fall beschweren, ich geniesse die Zeit wirklich und bin ueberwaeltigt von der Schoenheit dieser beiden Inseln! Ich habe jetzt ungefaehr 1200 km mit Bus und Faehre hinter mir und habe landschaftlich eigentlich alles gesehen was man sich nur so vorstellen kann: Inseln von fast schon karibischer Schoenheit, 3500m hohe Berge, Schluchten, Regenwald, Thermalgebiete wo Rauch und Geysire aus der Erde kamen und der Schlamm blubberte, Bergfluesse, Canyons, tolle Straende und nicht zuletzt mit Wellington und Queenstown auch zwei wirklich schoene Staedte (den Rest kann man getrost unter den Tisch fallen lassen, da es sich hier kaum um mehr als 5 Haeuser, ne Tankstelle und ein paar Backpacker Hostels handelt…).
Ein paar Bilder gibt es anbei. Auf die Bildergalerien muesst ihr leider doch noch etwas warten – hier gilt aber genauso wie bei den Weihnachtsgeschenken dass Vorfreude die schoenste Freude ist
In diesem Sinne wuensche ich euch allen einen schoenen 2. Advent!
Eure Katja



























